Building societal resilience(Click here to get to the topic overview page)

Deutschland im globalen Resilienz-Ranking auf Platz 11

Die Weltwirtschaft ist heute weniger widerstandsfähig als noch 2007 zu Beginn der globalen Finanzkrise. Das belegen neue makroökonomische Resilienzindizes, die das Swiss Re Institute (SRI) gemeinsam mit der London School of Economics (LSE) entwickelt hat.

Wir definieren Resilienz als die Fähigkeit einer Volkswirtschaft oder Gesellschaft, den durch Katastrophenereignisse verursachten Einkommens- und Vermögensverlust zu minimieren. Manche Ereignisse sind so schwerwiegend, dass sie makroökonomische Auswirkungen zeigen; in diesem Fall ist die gesellschaftliche Resilienz abhängig von der Fähigkeit der Volkswirtschaft als Ganzes, mit Erschütterungen umzugehen. Versicherungen sind ein wichtiges Instrument zum Aufbau von Resilienz in Wirtschaft und Gesellschaft.

Laut der neuesten Swiss Re sigma-Studie bestätigen Indizes für die Versicherungsresilienz, dass die Resilienz von Haushalten gegenüber drei großen Risiken – Naturkatastrophen, Todesfallrisiken und hohen Gesundheitskosten – in den meisten Regionen seit der Jahrtausendwende gestiegen ist, nicht jedoch in der Eurozone. Indem sie zur Schließung der rekordhohen Deckungslücke von 1.200 Mrd. USD beitragen, können Versicherer weltweit die finanzielle Resilienz verbessern.

In der Eurozone ging die Resilienz am deutlichsten zurück, vor allem bedingt durch prekäre Staatsfinanzen in mehreren Ländern, die Erschöpfung geldpolitischer Instrumente, ein anhaltend schwieriges Arbeitsumfeld für das Bankensystem, relativ ineffiziente Arbeitsmärkte und nicht genügend entwickelte Finanzmärkte. Infolge geringerer Steuereinnahmen und diverser Schwachstellen im Bankensektor sind die Länder am Rand der Eurozone wesentlich anfälliger für wirtschaftliche Erschütterungen als die Kernstaaten. Doch selbst in Deutschland (Platz 11 im globalen Resilienz-Ranking) und Frankreich (Platz 17) entwickelt sich die wirtschaftliche Resilienz seit der Krise nur langsam.

"Das ist eine enorme Chance für die Versicherungsindustrie", sagt Jérôme Haegeli, Group Chief Economist von Swiss Re. "Die Versicherungsbranche hat im Wesentlichen mit dem steigenden Schadenpotenzial Schritt gehalten, kann aber noch mehr zum Aufbau von Resilienz beitragen."

Die Deckungslücke in Deutschland zu schließen und so die Resilienz zu erhöhen, eröffnet der Versicherungsindustrie neue Wachstumschancen. Reden wir darüber, wie wir gemeinsam Deutschland unter die Top 10 bringen.

Lesen Sie mehr zur Versicherungsresilienz in der aktuellen sigma.

Contact

Related content